Anwendung von Kurkuma als Heilpflanze

Die Pflanze, die zu den Ingwergewächsen zählt, erhielt ihren Namen aufgrund der safrangelben Farbe ihrer Wurzeln und wird in China, Indonesien, auf dem indischen Subkontinent und den Tropen Südamerikas angebaut. Genutzt wird der Wurzelstock, entweder als frische Wurzel oder luftgetrocknet. Letzteres wird im Mörser zu einem intensiv gelben Pulver zerrieben.
 


 

Hauptbestandteil des Kurkumas sind die Curcuminoide, die in der Lebensmittelindustrie als Gewürz und Färbemittel verwendet werden. Daneben enthält die Wurzel Kurkuma ätherische Öle, aber auch Mineralien und Spurenelemente, wie beispielsweise Eisen, Magnesium, Kupfer, Mangan, Vitamin B6, Kalzium, Chrom, Selen, Zink – mehr als 90 aktive Inhaltsstoffe konnten die Forscher bisher nachweisen. Studien zeigen, dass Kurkumin viel mehr ist als nur Gewürz und Farbstoff für Lebensmittel. Es hemmt Krebs und Entzündungen, stillt Schmerzen, wirkt als Antioxidans und schützt die Nerven.

 

Schon in der traditionellen chinesischen Medizin wurde Kurkuma als Allheilmittel genutzt. Die Pflanze produziert eben dieses medizinisch nutzbare Kurkumin als Schutz vor eigenen Krankheiten und Fraßfeinden. Wird das Kurkumin erhitzt, ist der menschliche Körper in der Lage, die Wirkstoffe besser aufzunehmen.

 

Anwendungsbeispiele von Kurkuma als Heilpflanze

 

Kurkuma als Heilpflanze
Kurkuma als Heilpflanze

 

Rheuma: Da die rheumatoide Arthritis eine entzündliche Erkrankung ist, wirken die entzündungshemmenden Stoffe des Kurkumins hervorragend. Aus diesem Grund wird Kurkuma gerne zusätzlich zu den schulmedizinischen Medikamenten eingesetzt. Der Wirkstoff beugt den akuten Krankheitsschüben vor, nimmt dem chronischen Verlauf etwas von der Schwere und lindert gleichzeitig die Schmerzen bei Rheuma und Arthritis. Kurkumin schützt die Knorpelzellen und entschleunigt damit den Krankheitsverlauf. Außerdem sorgen die Wirkstoffe im Kurkuma dafür, dass die Schleimhaut der Gelenke besser durchblutet wird. Wird Kurkumin genommen, lassen sich oft Schmerzmittel reduzieren, Entzündungen und Schwellungen gehen zurück. Dazu kommt: Kurkuma ist ohne die bei Medikamenten üblichen Nebenwirkungen und wird in der Regel gut vertragen.
 
 


 

Krebs: Kurkuma als Heilpflanze hilft, Krebs vorzubeugen und zu behandeln: Das wurde in mehr als 1.000 klinischen Studien bereits erforscht. Sie hemmt beispielsweise das Entstehen und die Verbreitung der Metastasen und aktiviert körpereigene Gene, welche die Krebszellen schädigen. Besonders bei Haut-, Darm-, Brust-, Lungen-, Prostata- und Gebärmutterkrebs wurde die therapieunterstützende Wirkung des Kurkumins nachgewiesen. Der Wirkstoff verträgt sich mit Chemotherapeutika und anderen zur Krebsbekämpfung eingesetzten Medikamenten.

 

Alzheimer und Demenz: Freies Kurkumin ist in der Lage, die Barriere zwischen Blut und Hirn zu überwinden. Daher hilft es gegen Erkrankungen des Gehirns, wie Alzheimer, Demenz und Multiple Sklerose. Zwar ist noch nicht abschließend geklärt, wie Alzheimer überhaupt entstehen kann, doch Kurkumin unterstützt mit seinen antioxidativen Eigenschaften den Erhalt der Myelin-Schichten, dämmt die Entzündungen in diesen Bereichen ein und sorgt für eine vermehrte Zell-Oxidation.

 

Verdauung: Kurkumin regt sowohl die Produktion von Magensäure als auch von Gallenflüssigkeit an. Damit können Kohlenhydrate und Fette besser verdaut, Völlegefühl und Verstopfung vermindert werden. Da Kurkumin die Verdauung von Fett effizient unterstützt, wird es bei Adipositaspatienten eingesetzt. Außerdem hilft Kukurmin nicht nur beim Abnehmen, sondern verteilt auch das Wasser in den Zellen besser, so dass Einlagerungen vermieden werden können.

 

Schmerzen und Entzündungen: Kurkumin und im Kurkuma enthaltenen ätherischen Öle wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend und die sich – laut Studien – mit der Wirkung von Paracetamol, Hydrokortison und anderen Mitteln vergleichen lassen, kommen dafür aber ohne deren schädliche Nebenwirkungen aus.
 


 

Herzkrankheiten: Viele Herzkrankheiten können durch ein schlechtes Verhältnis von “gutem” HDL zu “schlechtem” LDL-Cholesterin ausgelöst werden, die zu einer Verkalkung der Arterien führen. Zwar wird ein Teil des Cholesterins mit der Nahrung aufgenommen, ein großer Teil davon jedoch in der Leber selbst hergestellt. Der Konsum von Kurkumin unterstützt die Regulierung des Cholesterinspiegels zugunsten des HDL-Cholesterins.

 

Atemwege und Allergien: Kurkumin enthält Polyphenole, die bei allergischem Asthma und der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung eine Alternative zur Behandlung mit Kortikosteroiden darstellen könnten. Die Wirkstoffe binden Stickstoffmonoxid und fangen freie Radikale, so dass mehr Sauerstoff in die Lungen der Patienten gelangt. Gleichzeitig fördert Kurkumin die Oxidation und regt die Zellatmung an.

 

Quellen u.a. zum Thema Kurkuma als Heilpflanze von der Uni Freiburg: Kurkuma – Wissenschaftliche Zusammenfassung 2015